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vergangenen Freitag haben die Valser Landwirte «ihre» Gondel mit einem
kleinen Festakt eingeweiht. Die Gondel ist ein gutes Beispiel für die
Zusammenarbeit von Tourismus und Landwirtschaft.
Bei der Realisierung der neuen Gondelbahn hat die Sportbahnen Vals AG
nebst der üblichen Möglichkeit der Aktienzeichnung dem Gewerbe die Möglichkeit
geboten, für 20 000 Franken Aktienkapital das Werberecht an einer
Gondel zu erlangen. Verschiedene Valser, aber auch auswärtige Betriebe
haben von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht, sodass gut die Hälfte
der 34 Gondeln grossflächig für diesen oder jenen Betrieb werben.
Werbung für einen Berufsstand
Unter den verschiedenen Gondeln sticht eine besonders heraus, die nicht
für eine Firma, sondern für die Produkte eines ganzen Berufsstandes
wirbt: die Landwirtschaftsgondel. Diese wurde am Freitag feierlich
eingeweiht. Wie Stefan Schmid darlegte, habe Alois Stoffel die Idee
gehabt, die Landwirte könnten miteinander das Aktienkapital für eine
Gondel zeichnen und damit auch das Werberecht für eine Gondel erhalten.
Weil die Idee bei Haupterwerbsbauern und Nebenerwerbsbauern auf breite
Unterstützung stiess, war das Geld schnell beisammen. Eine aus Annette
Vieli, Willi Schnider Iganz Berni, Stefan Bless und Stefan Schmid
bestehende Gruppe befasste sich mit der Frage, wie die Werbefläche
gestaltet werden soll, denn es sollten möglichst alle Interessen der
verschiedenen Bauern berücksichtigt werden.
Das Produkt dieser Arbeit darf sich sehen lassen. Die Gondel zeigt das
Foto einer Alpweide mit Milchkühen, Mutterkühen, Schafen und Ziegen,
das aus verschiedenen Fotos zusammengeschnitten wurden und so für eine
breite Palette der einheimischen Produkte werben. Die Gondel findet bei
Gästen wie Einheimischen Anklang und wie zu vernehmen war, soll es
Leute geben, die nur mit der Bauerngondel fahren wollen.
Die Gondelwerbung bedeutet Imagepflege für die Landwirte. Sie zeigt
aber auch, dass die Valser Landwirte hinter dem Tourismus stehen.
Landwirtschaft und Tourismus gehören zusammen. Der Tourismus bietet der
Landwirtschaft Nebenerwerbsstellen und die Landwirtschaft kann nebst der
Pflege der Landschaft, die für den Tourismus unabdingbar ist, diesem
auch ihre Produkte verkaufen. Dass diese von hochwertiger Qualität
sind, konnte sich jeder am reichhaltigen Buffet überzeugen.
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