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Josef
Loretz-Stoffel
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D’
Valler Puura (Teil 1) „Büälä
pliibä Büälä!“
Im Jahr 1989 hat Josef Loretz-Stoffel den elterlichen Betrieb in Zamaia übernommen. Zusammen mit seiner Frau und seinen vier Kindern hat er schon so manche Hindernisse aus dem Weg geräumt. Seit 30 Jahren ist er im Nebenerwerb als Besamungstechniker tätig. Auf der Besamungstour, die er mehrheitlich durch das Unterlugnez bis nach Flims macht, kann er die Erfahrungen mit anderen Landwirten austauschen und bekommt Einblick in verschiedenste Betriebsrichtungen. Auch über Schwierigkeiten wird diskutiert und da und dort vielleicht sogar ein Lösungsansatz gefunden. „Sicher gibt es andere, bessere Betriebsrichtungen, doch sie müssen immer der Situation angepasst werden, und für Vals ist die Milchwirtschaft die beste Lösung.“ Hier hat es bereits eine bestehende Sennerei, das grosse Dorf bietet einen guten Direktabsatz, den man nicht versanden lassen sollte. Nicht zu vergessen das touristische Potenzial, das vorhanden ist. Durch die Verarbeitung und Vermarktung im Dorf wird die Wertschöpfung im Tal behalten. Die Sennereigenossenschaft Vals bietet 3 Vollzeitarbeitsstellen und kann durch die eigene Vermaktung selber Einfluss auf den Milchpreis nehmen, was in erster Linie den Landwirten zugute kommt. In der Region sieht Josef Loretz häufig die Situation, das die Milch mit dem Tanklastwagen abgeholt wird. Die Verarbeitung bietet so keine Arbeitplätze mehr und der Milchpreis wird vorgegeben. Wichtig ist vor allem, dass die einheimische Bevölkerung hinter der Sennereigenossenschaft steht und die einheimischen Produkte kauft. Der Gast wünscht das Einheimische und konsumiert es auch. Auf die Frage, ob er heute nochmals Landwirt werden würde sagt Josef Loretz: „Hier in Vals würde ich es nicht mehr machen.“ Sein Traum wäre es im Engadin einen Landwirtschaftsbetrieb zu führen, in einem weiteren Tal, nicht so einengend wie das Valsertal. Auf der Besamungstour sieht er viele Betriebe, die mit ihren Arbeitskräften eine viel höhere Leistung erbringen können, als die Landwirte in Vals mit den erschwerenden topografischen Bedingungen. Etwas das ihm manchmal Mühe macht. Landschaftlich ist das Valsertal sicher ein wunderschönes Tal und die Melioration wird sicher einige Probleme lösen, aber „Büälä pliibä Büälä“. Marianne Loretz |